Carlsen im Höhenflug

Beim diesjährigen Grenke Chess Classic konnte Carlsen an „alte“ Zeiten anknüpfen. Mit 1.5 Punkten Vorsprung gewann er das Turnier. Er steht nun bei 2875 Elo Punkten (Live-Rating) und ist nur wenige Punkte hinter seinem Allzeithoch von 2889.

Im Mai, Juni und Juli stehen einige vorzügliche Turniere ins Haus. Angefangen mit dem „1st Grand Prix Series Knockout 2019“ (16-30 Mai); danach das „Norway Chess 2019“ (4-14 Juni); anschließend noch die Grand Chess Tour 2019 (24 Juni – 9 Juli) und als letztes Runde zwei des (Grand Prix Series Knockout 2019 (11-25 Juli). Wir freuen uns schon auf spannende Spiele!

 

Links: Live Chess Rating, Grenke 2019, Fide Grand Prix Serie, Norway Chess, Grand Chess Tour

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Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Perchtoldsdorf-Mühlengrund-Meidling wünscht allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2019!

Für Schachfans geht das Jahr übrigens aufregend zu Ende. Vom 26. bis 28. Dezember, sowie vom 29. bis 30. Dezember werden noch die Schnell und Blitz-Schachmeisterschaften ausgetragen. Mit dabei sind: Carlsen, Nakamura, Aronian, Nepomniachtchi, Anand, Artemiev, Grischuk, Yu Yangyi, Andreikin, Wang Hao, Svidler, Karjakin, Mamedyarov, Giri, Fedoseev, Le, Sjugirov, Mamedov R, Zubov, Morozevich, Gelfand etc.

Auch das neue Jahr startet wieder bravourös: Tata Steel Chess startet wie immer in Wijk aan Zee vom 12. bis 27. Jänner. Mit dabei u.a. Carlsen, Mamedyarov, Ding Liren, Giri, Kramnik, Anand, Nepomniachtchi, Radjabov, Duda, Rapport, Shankland, Fedoseev, Vidit, Van Foreest J.

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Carlsen bleibt Weltmeister

Vom 8. Bis 23. November spielten Caruana und Carlsen um die Schachkrone. Interessant ist dieser Zweikampf aus technischer Sicht: Es spielten Platz 1 und Platz 2 der aktuellen Elorangliste gegeneinander, mit einer Elodifferenz von gerademal 3 Punkten (Carlsen: 2835 zu Caruana: 2832). Der Wettkampf war auf 12 Spiele angesetzt, welche alle mit Remis endeten. Es folgten 4 Schnellschachpartien (25 min + 10 s pro Zug). Da Carlsen allerdings die ersten 3 gewann, lag er uneinholbar vorne und krönte sich daher abermals zum Schachweltmeister. Einen Titel, den er seit 2013 innehat.

Auch wenn die regulären Partien von vielen als „langweilig“ eingestuft wurden, so findet der Autor sie eher „lauernd“. Das Problem meines Erachtens ist die relativ geringer Spielanzahl. Zwölf Spiele sind vergleichsweise wenig. Ein falscher Zug kann den gesamten Wettkampf kosten. Daher sind beide Spieler in den regulären Partien sicherlich nicht „All-in“ gegangen. Anders in den Schnellschachpartien. Hier verrechnete sich Caruana und verlor am Ende nicht nur die Partie, sondern auch den Wettkampf. Ein längerer regulärer Modus, um etwaige Fehler wettmachen zu können wäre sicherlich wünschenswert – auch wenn dies einen längeren Zeitrahmen mit sich bringen würden.

Ein kleines Schmankerl am Rande:  Die nächste Weltmeisterschaft 2020 könnte in Wien ausgetragen werden. Wir würden uns freuen 😊

Links: Wikipedia Artikel, Chess24 Artikel, Chessbase Artikel, Schach in Wien

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Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Der Schachverein wünscht allen Mitgliedern, (Schach-)freunden und Besuchern ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest, sowie einen guten Rutsch ins Jahr 2018.

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AlphaZero, die neue Art der künstlichen Intelligenz

AlphaZero ist das von Google entwickelte Schachprogramm, welches in einem Match den Computerweltmeister (Stockfish) schlug. Nun, all das wäre eigentlich keine News wert. Computerprogramme entwickeln sich und immer mal wieder krönt sich ein anderes Programm zum Sieger. Doch dieses Mal ist es anders:

Herkömmliche Schachprogramme benutzen ein Eröffnungsbuch, sowie Tablebases und ähnliche Methoden. Im Klartext bedeutet das: Die ersten Züge sind im Computer in einem Eröffnungsbuch eingespeichert. Sprich, eine Art Gedächtnis das den Programmen hilft nicht gleich im ersten Zug Unmengen an Zeit zu verschwenden. Natürlich sind in diesen Eröffnungsbücher eine Vielzahl an Varianten eingespeichert; über jegliche denkbare Eröffnung. Tablebases sind Dateien, die es dem Programm ermöglichen ab einer gewissen Anzahl von x Figuren, die bestmöglichen Züge zu spielen – und das bei jeder denkbaren Konstellation. Sie werden zumeist als „3, 4, 5 oder 6-Steiner“ gehandelt. Exklusive den beiden Königen bedeutet das, dass bis zu 4 weitere Figuren am Brett sein können ohne dass der Computer rechnen müsste. Er hat einfach alle möglichen Variationen an Stellungen und Figuren eingespeichert. Dieses Wissen spielt z.B. das Matt mit Läufer + Springer perfekt, oder das Endspiel Dame gegen Turm (welches im Übrigen nicht so leicht ist wie es sich anhört).

Mit diesem Hintergrundwissen nun zu AlphaZero. AlphaZero kommt ohne jeglichen Zusatzinformationen aus. Das einzige was man „ihm“ mitgab, waren die Schachregeln. Danach spielte das Programm gegen sich selbst. Und das ganze 24 (!) Stunden lang. In diesen Stunden erlernte das Programm z.B. favorisierende Eröffnungen oder taktische Ideen wie Opfer. Nach diesen gerademal 24 Stunden (man kann es einfach nicht oft genug betonen) schlug das Programm den Computerweltmeister Stockfish mit 64:36. Aus 100 Spielen gewann das Programm 28 (25 mit weiß, 3 mit Schwarz), der Rest wurde remisiert (Bedenkzeit 1 Sekunde pro Zug). Der „Alte-Meister“ konnte also nicht mal einen einzigen Sieg verbuchen!

Noch interessanter sind die Kernaussagen dieses Matches:
(1) Da das Programm nicht von Menschen beeinflusst worden ist, haben wir quasi einen objektiven Spezialisten der sich das Spiel ohne äußeren Einflüsse beigebracht hat. Der Wert davon wird ersichtlich, wenn es z.B. nach Eröffnungen geht: konnten Eröffnungen widerlegt werden? Oder viel wichtiger: Stimmen die Eröffnungen die AlphaZero spielt mit unseren Eröffnungskenntnissen überhaupt überein? Glücklicherweise ja, „unsere“ Eröffnungen sind anscheinend nicht so schlecht ;). Es gibt auch einige parallelen bezüglich der Spielstärke: Chess24 berichtet, dass z.B. die Französische Verteidigung mit steigender Spielstärke von AlphaZero nicht favorisiert wird. Dies ist auch im Spitzenschach der Fall, wo diese Eröffnung nur vereinzelt gespielt wird. Ganz anders sieht es natürlich im Amateur Bereich aus. Hier ist diese Eröffnung durchaus sehr beliebt und auch AlphaZero spielte sie auf „niedrigeren“ Stufen, kam jedoch schlussendlich eher davon ab.

(2) Anhand der Mehrzahl an Weiß-Siegen kann man davon ausgehen, dass Weiß tatsächlichen einen Anzugsvorteil hat. Das wird viele zwar nicht überraschen, aber eine „objektive Beurteilung“ fehlte noch. Zwar ist es beim Menschen so, dass Weiß öfter die Spiele gewinnt, jedoch verschwindet dieser Anzugsvorteil mit steigender Elo (Spielstärke). Man befürchtete bereits früh (Anfang 20 Jhdt.), dass es bald zu einer Remisflut im Spitzenschach kommen könnte. AlphaZero hat gezeigt, dass es auch für Schach durchaus noch Luft nach oben gibt.

Ich empfehle jeden sich die Partien im Internet anzusehen. Es ist verblüffend wie AlphaZero spielt – nämlich so gar nicht „maschinell“. Eher wie ein menschliches Genie. Ein Genie, dessen Wert der Züge man erst wesentlich später erkennt. Faszinierend.

 

Links: Chess24 , Chessbase (eng), YouTubeLink (englisch) zu einem Beispielvideo

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World Team Championship 2017

Vom 17. – 26. Juni findet in Khanty-Mansiysk (Russland) das World Team Championship 2017 statt. Am Papier sind die Chinesen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern die Favoriten (2520 und 2745 Durchschnitt).

Nach 4 Runden führt bei den Frauen Russland (10.5 Punkte) nur knapp vor der Urkaine 10 Punkte). Bei den Herren steht China (11.5 Punkte) an der Spitze vor Russland (10 Punkte)

Links: Offizielle Homepage

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Norway Chess 2017

In den letzten 2 Wochen ging es ziemlich rund im Profi-Schach. Zuerst gewann Carlsen das Blitz Turnier in eindrucksvoller Manier. Mit 7.5/9 hatte die Konkurrenz keine Chance. Zweiter wurde Nakamura mit 5.5/9 und Aronian ebenfalls  mit 5.5./9.

Im eigentlich Match war Carlsen nicht wieder zu erkennen. Er spielte eines seiner schlechtesten Turniere und kam am Ende nur auf Platz 9 von 10! Gewonnen hat  ein alter bekannter: Aronian, vort Nakamura und Kramnik. Kramnik ist nach derzeitiger Live-Elo Liste nur 11 Zähler hinter Carlsen (2822 zu 2811).

Links: Norway Chess

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